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Burning Series by Annie

Streaming Grauzonen: Filme und Serien legal schauen

Serien- und Filmfreunde kommen zurzeit voll auf ihre Kosten. Anbieter locken mit exklusive Eigenproduktionen, großartigen Lizenzen und noch vielem mehr. Doch mittlerweile schießen die Streaming-Anbieter nur so aus dem nahrhaften Boden.  Da stellt sich Fernsehempfang.tv doch die Frage: Wie viele Streaming Portale brauchen wir eigentlich und wer kann sich den ganzen Spaß dann noch leisten? Aber Moment mal! Im World Wide Web gibt es doch auch genug Möglichkeiten Filme und Serien gratis zu genießen, oder? Wir klären auf, was dabei erlaubt ist und was nicht!

Wie funktioniert Streaming überhaupt?

Viele Nutzer – und eventuell ja sogar auch Sie – sind nicht mit dem technischen Ablauf der Streaming Portale vertraut. Film auswählen und los gehts. Aber was passiert im Hintergrund bei Portalen wie Kinox und Burning Series? Es gibt verschiedene Arten von Streams, die wir Ihnen im Folgenden genauer vorstellen möchten.

Live Streaming

Bei Live Streams, wie etwa bei der Übertragung der Fußball Weltmeisterschaft bei ARD und ZDF können Sie direkt über die Website des TV-Senders das Spiel mitverfolgen. Beim Live Streaming werden die Daten unabhängig vom Server ausgetauscht.

On-Demand Streaming

Beim On-Demand Streaming handelt es sich um das genaue Gegenteil. Hier haben Sie die Möglichkeit das Videomaterial vor- oder zurückzuspulen. Es handelt sich also nicht nur darum sich Filme anzusehen. Nach der Auswahl eines Films oder einer Serie werden beim On-Demand Streaming nach dem Anklicken die Datenpakete vom Server des Anbieters mittels Internetprotokoll zum PC des Nutzers gesendet. Berühmte Beispiele von On-Demand Anbietern sind die großen Player wie YouTube, Netflix, Amazon Prime und Maxdome aber auch die Mediatheken der privaten und örtlich-rechtlichen Sender.

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Zwischenspeicherung im Cache

Diese Datenpakete beinhalten eine sehr stark komprimierte Version des Videomaterials und werden auf dem Rechner des Nutzers gespeichert. Diese Speicherung ereignet sich in der Regel im Zwischenspeicher des Empfängergeräts. Dieser Zwischenspeicher wird oftmals auch als Cache bezeichnet. Der Player muss auf diese zwischengespeicherten Daten zurückgreifen, wenn der Nutzer den Film abspielen oder vor- und zurückspulen will.

Während dieser Prozess im Hintergrund abläuft, wird Ihnen als Nutzer ein Ladeprozess angezeigt. Ein sofortiges Starten des Films zu Beginn der Datenübertragung würde ein verzögertes Abspielen des Videomaterials nach sich ziehen. Aus diesem Grund werden die ersten Sekunden des Films vollständig im Cache gespeichert. Dieser Vorgang wird auch oft als Buffering bezeichnet. Erst nach dieser Speicherung startet der Film ohne Verzögerungen im Internetbrowser des Nutzers über den Flash-Player, der bei den meisten Rechnern bereits installiert ist. Ein Film besteht Bekannterweise aber nicht nur aus den ersten Sekunden. Daher werden die restlichen Teile des Videos nach und nach heruntergeladen. Und das währenddessen Sie schon mit den Charakteren im Film mitfiebern. Spätestens am Ende des kompletten Streaming-Vorgangs ist der gesamte Film in dem Cache von Ihrem Rechner gespeichert.

Wie lange werden die Daten im Cache gespeichert?

Das hängt von den Einstellungen im Internetbrowser ab. So können Sie beispielsweise eine Einstellung vornehmen, dass der Cache nach jedem Schließen des Internetbrowser geleert wird. In diesem Fall würde die Zwischenspeicherung nur so lange erfolgen, wie der Internetbrowser für den kompletten Streaming-Vorgang geöffnet ist. Oder Sie nehmen eine Einstellung vor, bei denen der Cache erst nach einer bestimmten Größe von Daten geleert wird. Dann würde der Film so lange zwischengespeichert werden, bis sich der Cache automatisch leert oder dies manuell durch den Nutzer vorgenommen wird.

Peer-to-Peer-Software: Teurer Spaß, statt Gratis-Vergnügen

Über Programme wie BitTorrent lässt sich so gut wie jeder Film und jede Serie nach nur kurzer Zeit aus dem Internet beziehen. Viele Fußball-Fans setzten deshalb, statt ein Sky Abo abzuschließen, auf Programme wie Sopcast oder den TVU-Player. Dabei werden die Live-Übertragungen der Bundesliga Spiele kostenlos von russischen oder chinesischen Seiten gestreamt.

Doch Achtung! Aus dem vermeintlich kostenlosen Angebot kann sich schnell eine große Kostenfalle herauskristallisieren.

Bei BitTorrent, Sopcast und ähnlichen Programmen handelt es sich nämlich um sogenannte Peer-to-Peer-Software (P2P). Das bedeutet: Wer eine Übertragung empfängt, bietet diese – zumindest in Teilen – auch anderen Nutzern im Netzwerk an. Dadurch wird jeder Nutzer gleichzeitig auch zum Anbieter und beteiligt sich so an der illegalen Verbreitung von urheberrechtlich Geschützen Materials. Und dafür drohen hohe Bußgelder! Wir empfehlen Ihnen daher lieber ein Abo bei einem kostenpflichtigen Streaming-Dienst. Damit kommen Sie vermutlich günstiger!

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Ist Streaming über Kinox oder Burning Series legal?

Doch wie sieht die Rechtslage aus, wenn Sie einen Stream nur empfangen, ohne dabei selbst Daten herunterzuladen oder anzubieten? Auf machen Webseiten können Sie bereits aktuelle Hollywood-Filme und Serien-Hits genießen. Das diese Portale widerrechtlich handeln dürfte jedem klar sein. Aber wie sieht es mit der Nutzung solcher Dienste aus? Bis vor kurzem galt dieses ganze Gebiet noch als rechtliche Grauzone.

Zwar werden auch beim Streamen kurzzeitig Datenpakete auf dem eigenen Rechner zwischengespeichert, die so entstehenden „flüchtigen Kopien“ genügten den Gerichten bis vor kurzem aber noch nicht, um eine Urheberrechtsverletzung aufseiten der Nutzer festzustellen. Aus diesem Grund gingen die Rechteinhaber in der Vergangenheit oftmals nur gegen die Betreiber der illegalen Portale vor.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs

Wer sich jetzt in Sicherheit wiegt, sollte jetzt genau aufpassen. Das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 26.April 2017 hat die ganze Lage gravierend verändert. Dieses Urteil besagt deutlich: Wer einen offensichtlich rechtswidrigen Stream in Netz anschaut begeht eine illegale Handlung!

Was nun aber genau als „offensichtlich rechtswidrig“ gilt ist Auslegungssache. Sollten Sie sich also aktuelle Filme gratis auf dem heimischen Rechner anschauen, dürfte es im Zweifelsfall schwer für Sie werden, den Richter von Ihrer Unschuld zu überzeugen. Also auch für Nutzer solcher Seiten ist das Risiko deutlich gestiegen!

So erkennen Sie illegale Anbieter

Neben den legalen Streaming-Anbietern gibt es im Internet unzählige illegale Anbieter. Manchmal ist es aber auf den ersten Blick nicht für jeden erkenntlich, ob es sich dabei um einen legalen oder illegalen Anbieter handelt. Besonders herausfordernd ist es für die Nutzer, die sich ansonsten eher weniger im Internet bewegen.

Merkmale für illegale Streaming-Anbieter

  • das kostenlose Angebot beinhaltet aktuelle Serien und Kinofilme
  • schlechte Filmqualität (Ton- oder Bilderqualität lässt zu wüschen übrig, da direkt im Kino mitgefilmt wurde)
  • kein Impressum
  • keine Kontaktmöglichkeiten
  • keine Streaming-App im App-Store vorhanden
Wo können Sie legal streamen?

Wir stellen Ihnen die Anbieter vor. Welcher ist der Beste?

Zu den Streaming Anbietern!

Geoblocking: Kostenloses Streamen?

Viele Programme, die es in Deutschland nicht zu sehen gibt oder hinter einer fiesen Paywall warten, werden im Ausland völlig legal und kostenlos angeboten. Etliche Fernsehsender stellen zum Beispiel ihr Programm online zur Verfügung. Auch der US-amerikansische Streaming-Dienst Hulu lockt mit einem vielfältigen Angebot an Serien.

Doch Nutzer außerhalb der USA werden kurzerhand ausgesperrt. Die dafür verantwortliche Technik nennt sich Geoblocking und lässt sich in einigen Fällen mit ein paar einfachen Tricks umgehen. Meist braucht es nur einen Proxy-Server, der die eigene IP-Adresse verschleiert und dem gewünschten Dienst vortäuscht, man befinde sich im selben Land. Aber sind solche Tricks legal?

„Ich wüsste nicht, wo das Problem liegen sollte. Es gibt kein Gesetz, das es mir verbieten würde, mich beispielsweise über einen Server in den USA irgendwo anzumelden. Ich denke, im Zweifel sind hier die Anbieter in der Pflicht, ihr Online-Angebot besser abzugrenzen. Dass das möglich ist, sehen wir zum Beispiel an Netflix: Die haben den Umgehungsdiensten den Kampf angesagt – seitdem ist es fast unmöglich geworden, etwa von Deutschland aus auf die US-Mediathek zuzugreifen.“
– Statement von Bjoern Krass, Medienexperte und Lehrbeauftragter an der Hochschule der populären Künste in Berlin

Ob das Umgehen von Geo-Sperren tatsächlich legal ist oder nicht hängt letzten Endes davon ab, ob diese als „wirksame technische Schutzmaßnahmen“ im Sinne des Gesetzes gelten. Einschlägige Urteile rund um diese Thematik fehlen bisher. Daher dürften rechtliche Konsequenzen durch die Umgehung noch auf sich warten lassen. Wer sich aber durch Geoblocking bei einem ausländischen Dienst anmeldet verstößt damit in der Regel gegen die AGB des jeweiligen Dienstes. Sollte der Betrug auffallen, droht eine Sperrung.

Unser Fazit

Sollten Sie auf das ganze hin und her keine Lust haben, bleibt Ihnen immerhin der Trost, dass früher oder später doch so ziemlich jede Serie und jeder Film bei den großen Streaming-Anbietern landet. So steht Ihrem nächsten Filmabend oder Serienmarathon also nichts mehr im Wege. Nur ein wenig Geduld müssen Sie mitbringen. 😉

P.s.: Die brandneuen Folgen von Game of Thrones können Sie übrigens direkt bei Sky genießen. Ganz einfach mit demSky Ticket!

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