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Kabelmodem: Das müssen Sie bei der Installation im Haus beachten

Unitymedia Kabelmodem

Mit einem Kabelmodem wird Breitbandinternet über einen Kabelnetz-Zugang fürs Fernsehen übertragen. Internet über Kabel erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit, da die Zugänge preiswert und auch in ländlichen Regionen erhältlich sind. Im nachfolgenden Ratgeber erklären wir, was ein Kabelmodem ist und erläutern, wie der Anschluss am besten erfolgt.

Kabelmodem - was ist das?

Ein Kabelmodem ist ein Gerät, welches über Kabelanschlüsse vom Kabelfernsehnetz Breitbandinternet überträgt. Der zweitgrößte Kabelnetzanbieter in Deutschland ist Unitymedia und stellt seinen Kunden zum Beispiel ein Unity Kabelmodem zur Verfügung - alle anderen Kabelanbieter agieren ähnlich. In der Regel wird das Kabelmodem zwischen dem Kabelfernsehanschluss und dem Computer oder Router installiert. Dabei erfolgt die Verbindung meistens über Ethernet oder über einem USB-Stecker.

Einige Kabelmodems besitzen einen Wireless-Access-Point und bauen die Verbindung zum Computer per Funk auf - das sogenannte Wireless-Cable-Modem-Gateway. Wer das Kabelmodem über eine LAN-Verbindung an seinem Computer anschließt, benötigt keine speziellen Treiber. Außerdem ist es bei den meisten Kabelmodems möglich, einen WLAN Router oder einen gewöhnlichen Router anzuschließen, wodurch mehrere Computer gemeinsam auf das Modem zugreifen können.

Wie funktioniert ein Kabelmodem?

Ein Kabelmodem verwandelt die vom Computer empfangenen Daten in ein Format um, das mit dem Kabelnetz kompatibel ist. Die Frequenzbereiche einiger Kanäle für das Kabelfernsehen sind exklusiv für die Internet-Datenübertragung vorgesehen. Damit mehr Kapazität bei der Datenübertragung zur Verfügung steht, können diese Frequenzbereiche in beide Richtungen genutzt werden.

Bei den großen deutschen Kabelfernsehanbietern erfolgt die Verbindung nach dem Standard DOCSIS 3.0 - damit sind Geschwindigkeiten von weit über 100 MBit/s möglich. Welche Geschwindigkeit das Kabelmodem tatsächlich erreicht, hängt von dem gebuchten Vertrag und der Hardware ab. In der Regel wird das Kabelmodem vom Netzbetreiber kostenlos zur Verfügung gestellt. Wer eine Wohnung gemietet hat, kann meistens nicht den Anbieter frei wählen, sondern ist von dem Besitzer des Hauses bzw. der Verwaltung abhängig.

Inzwischen ist es auch möglich ein selbstgekauftes Kabelmodem einzusetzen. Voraussetzung: es ist für die verwendete DOCSIS-Version zugelassen. Hierfür wurde im August 2016 sogar ein eigenes Gesetz verabschiedet, welches die Freiheit der Router-Wahl für alle Kabelnetzbetreiber regelt. Allerdings muss das eigene Modem beim Kabelnetzanbieter registriert sein, damit dieser den Zugang erlaubt.

Wie wird ein Kabelmodem angeschlossen?

Erste Voraussetzung, damit ein Kabelmodem überhaupt angeschlossen werden kann, ist das Vorhandensein eines Anschlusses von einem Kabelnetzbetreiber im Haus oder in der Wohnung. Sollte noch kein Anschluss vorhanden sein, so kann er im Nachhinein auch noch vom Anbieter eingebaut werden. Selbst bei Altbauten ist das problemlos möglich und die in Deutschland ansässigen Kabelnetzbetreiber machen dies zu relativ günstigen Pauschalpreisen. Allerdings muss in der Straße die erforderliche Infrastruktur vorhanden sein.

In den eigenen vier Wänden kann dann das Kabelmodem an der Anschlussstelle vom Kabelfernsehen angeschlossen werden. Manchmal, zum Beispiel bei älteren Mehrfamilienhäusern, kann es auch erforderlich sein, dass das Kabelmodem am Zugangspunkt angeschlossen werden muss - manchmal liegt dieser noch im Keller. In diesem Fall sind in der Verteilung des Hauses noch alte Kabelverstärker installiert und diese können nicht bidirektional arbeiten. Diese können jedoch schnell und einfach durch moderne Modelle getauscht werden, sodass das Kabelmodem in der Wohnung selbst betrieben werden kann.

Welche Anschlussvarianten gibt es bei einem Kabelmodem?

Ein Kabelmodem kann auf verschiedene Art und Weise mit dem PC verbunden werden. Anders als bei DSL ist kein separater Frequenzsplitter erforderlich. Stattdessen gibt es eine Multimediadose mit drei Anschlüssen:

  1. Stecker für den Receiver (Fernseher)
  2. Stecker für das Radio
  3. Stecker für das Modem

Der Anschluss des Kabelmodems kann mit drei verschiedenen Installationsvarianten erfolgen:

1. Klassischer Anschluss ohne Router

Der Fernseher und das Radio werden an den vorgesehenen Buchsen mit der Multimediadose verbunden, ebenfalls wie das Kabelmodem mit dem dritten freien Steckplatz. Alle weiteren Kommunikationsgeräte, wie zum Beispiel Telefone, Faxe und Computer, werden an das Kabelmodem selbst angeschlossen.

2. Kabelmodem Anschluss mit Router

Bei der zweiten Möglichkeit kommt noch ein Router zum Einsatz. Auch hier werden das Kabelmodem, das Radio und der Fernseher mit den entsprechenden Anschlüssen mit der die Mediadose verbunden. Ein Fax oder ein Telefon können an das Kabelmodem angeschlossen werden. Der Unterschied zu der ersten geschilderten Methode ist, dass der Computer per WLAN oder per Ethernet Kabel an den Router angeschlossen wird. Der Router wird am Kabelmodem direkt angeschlossen.

3. Kabelmodemanschluss mit Homebox

Eine Homebox vereint einen Kabel-Router, WLAN-Router und eine DECT-Telefonanlage in einem einzigen Gerät. Sie wird meistens von dem Kabelanbieter zur Verfügung gestellt. Sehr beliebt ist zum Beispiel die Fritzbox mit einem Kabelmodem. Bei diesem Szenario wird das Kabelmodem mit dem bereits bekannten Internetanschluss mit der Multimediadose verbunden - genauso wie das Radio und der Fernseher. Die Homebox hingegen wird mit dem Kabelmodem verbunden. Anstatt wie im zweiten Beispiel am Router erfolgt nun der Anschluss der übrigen Geräte (Fax, Telefon und Computer) über die Homebox, die in diesem Fall als Kommunikationszentrale agiert.

USB Anschluss oder Internetkabel? Vor- und Nachteile

Wird das Kabelmodem direkt über einen USB Anschluss mit dem PC verbunden, so benötigen die meisten Betriebssysteme einen speziellen Treiber. Dieser wird zum Beispiel auch von Microsoft Windows zur Verfügung gestellt. Außerdem haben ausschließlich dann weitere PCs Zugang zum Internet oder zum Netzwerk, wenn diese ebenfalls an das Modem angeschlossen sind. Des Weiteren muss eine Konfiguration der Netzwerkdaten erfolgen. In der Regel wird daher dieses Verfahren in der Praxis nicht mehr eingesetzt.

Unabhängig von Treiber und Betriebssystem ist hingegen die Variante mit dem Anschluss des PCs über ein Ethernet Kabel gleich an dem Kabelmodem. Verfügt das Kabelmodem nicht über einen internen Router, so ist es möglich, zwischen Modem und PC einen Router zu schalten. Dadurch erfolgt ein unabhängiger Internetzugang für mehrere Rechner entweder per LAN oder WLAN.

Unity Kabelmodem oder andere Modems - wo kaufen?

Wer ein Kabelmodem kaufen möchte, sollte einmal auf unseren Seiten schauen. Hinter den meisten Angeboten der kostenlos von den Kabelanbietern zur Verfügung gestellten Modems verbergen sich Markenhersteller, so gibt es zum Beispiel bei einigen Kabelbetreibern ein Fritzbox Kabelmodem. Hinter dem Unity Kabelmodem verbergen sich verschiedene Hersteller, beispielsweise der taiwanische Hersteller Compal oder auch AVM. Außerdem finden Interessenten auf unseren Seiten eine Kabelmodem Empfehlung sowie einen Kabelmodem Test, die ebenfalls die Kaufentscheidung erleichtern.

Diese Kabelmodems können Sie kaufen

© Hauptbild Unitymedia

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